
Es klingt wie ein Klischee, aber Teamarbeit lässt den Traum wirklich wahr werden – besonders in der Logistik. Prozesse, Systeme und Menschen sind so eng miteinander verknüpft, dass das eine nicht ohne das andere funktionieren kann. Aber was, wenn genau diese enge Verbindung Sie angreifbarer macht?
In der heutigen Welt kann es sich der Logistiksektor nicht mehr leisten, die Cybersecurity in der Lieferkette zu ignorieren. Während ein erkrankter Kollege vertreten oder eine defekte Maschine innerhalb weniger Stunden repariert werden kann, hat ein Cyberangriff das Potenzial, die gesamte Lieferkette ins Chaos zu stürzen.
Ein Beispiel ist der Cyberangriff auf Maersk im Jahr 2017. Zwei der fünf größten Terminals im Hafen von Rotterdam wurden stillgelegt. Kunden mussten tagelang auf ihre Lieferungen warten, und eingehender Verkehr musste auf andere Häfen umgeleitet werden. Die geschätzten Gesamtkosten: Rund 300 Millionen US-Dollar. Das ist eine deutliche Erinnerung daran, dass ein einzelner Angriff auf die Lieferkette nicht nur Ihr Unternehmen betrifft. Er hat Auswirkungen auf Ihre Kunden, Lieferanten und Partner. Im Fall von Maersk legte Malware deren Systeme lahm, was letztlich den Austausch von 4.000 Servern und 45.000 Computern erforderlich machte.
Vor einigen Jahren verlor Bakker Logistiek, ein wichtiger Zulieferer für Albert Heijn (die größte Supermarktkette in den Niederlanden), durch einen Ransomware-Angriff den Zugriff auf seine Logistiksysteme. Die Malware verbreitete sich schnell, verschlüsselte Dateien und lähmte den Betrieb. Wie der Geschäftsführer von Bakker Logistiek, Toon Verhoeven, erklärte: „In unseren Systemen laufen so viele Daten zusammen: Welches Produkt ist in welchem LKW, wann können wir wo entladen? Wenn dieses System ausfällt, steht alles still.“
Viele Unternehmen im Transportsektor verlassen sich stark auf spezialisierte IT-Partner: für Lohnabrechnung, Bestandsverwaltung, Routenplanung und mehr. Wird einer dieser Dienstleister kompromittiert, könnten Angreifer dies als Tor in Ihre Systeme nutzen. Manchmal ist das nicht einmal ein Zufall. Dienstleister werden zunehmend gezielt als Schwachstelle in der Produktionskette angegriffen. Ist deren Sicherheitsniveau nicht so hoch wie Ihres, sind sie der einfache Weg hinein.
In der Transportbranche kommt es häufig vor, dass Systeme, Hardware und Software zu lange ungepatcht oder unersetzt bleiben. Das schafft die perfekte Umgebung für Cyberkriminelle. Veraltete Technik erleichtert es, Daten zu stehlen, Malware zu verbreiten oder den Betrieb mit Ransomware lahmzulegen.
Lieferketten leben von gegenseitiger Abhängigkeit – alles muss harmonisch zusammenarbeiten. Wenn ein Glied der Kette bricht, ist der gesamte Betrieb gefährdet. Möchten Sie noch heute mit der Absicherung Ihrer Lieferkette beginnen? Hier sind einige bewährte Methoden:
Welche Daten sind geschäftskritisch? Was können Sie sich nicht leisten zu verlieren? Sobald diese identifiziert sind, sollten Sie den Zugriff darauf nur den absolut notwendigen Personen gewähren. Weniger Zugriff bedeutet weniger Risiko.
Sie sicher, dass alle Software und Hardware vollständig aktuell sind. Verschlüsseln Sie sensible Informationen und aktivieren Sie Firewalls, um eine starke technische Basis zu schaffen, die Angreifer fernhält.
Technologie allein reicht nicht aus. Menschliches Versagen ist die Hauptursache für Cyberangriffe. Bekämpfen Sie das, indem Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig mit Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein, Cybersecurity Training und Phishing-Simulationen sensibilisieren. Je aufmerksamer Ihr Team ist, desto kleiner wird Ihre Angriffsfläche.
Prävention ist entscheidend, aber Vorbereitung ist genauso wichtig. Eine solide Risikobewertung und ein Notfallreaktionsplan sind essenzielle Bestandteile Ihrer Cybersecurity-Strategie.
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